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Geschafft! Der 31. und 32. Bergslalom “Am Stock” 2011 liegt hinter uns. All die Mühen, die wir in den letzten Monaten unter der bewährten Führung von Wolfgang Bode auf uns genommen haben, haben sich gelohnt. Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr eine kleine Steigerung der Starterzahlen in Vergleich zu den vorangegangenen Jahren verzeichnen konnten, sollten wir in diesem Jahr wirklich nur noch staunen. Die Vornennungen gab uns bereits die Hoffnung, dass erneut mehr Starter nach Waldhessen finden könnten. Die endgültigen Zahlen haben unsere kühnsten Hoffnungen aber übertroffen. Mit 92 Startern am Samstag und 81 Startern am Sonntag können wir die beiden Veranstaltungen als vollen Erfolg verbuchen.
Wir möchten schon zu Beginn des Berichtes unseren besonderen Dank an all diejenigen richten, die auf Grund zahlreicher Absagen von fest zugesagten Streckenposten sogar noch während der Veranstaltung am Sonntag spontan auf unsere Bitte eingegangen waren und sich als Streckenposten zur Verfügung stellten. Darunter sogar zahlreiche Fahrer, die am Wochenende selbst gestartet waren. Ich möchte keine einzelnen Namen nennen, da ich sonst Gefahr laufe, den einen oder anderen zu vergessen. VIELEN DANK!
Selbstverständlich richtet sich unser Dank auch an ALLE anderen Helfer, egal in welcher Funktion sie auch immer zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben. Ohne EUCH wäre ein solches Wochenende nicht möglich. Auch EUCH VIELEN DANK!
Nun aber zu den Rennen selbst.
In der Gruppe 1 war zwar nicht mehr das große Starterfeld der letzten Jahre da, aber das sollte der Spannung an beiden Tagen keinen Abbruch tun. In der Klasse 2 setzte sich an beiden Tagen der erfahrene Altmeister Hans Strassner auf seinem Audi 50 durch und gewann beide Läufe. Am Samstag fuhr Helmut Salm auf den 2. Rang, musste im 2. Wertungslauf aber leider nach einem Leitplankeneinschlag bei Posten 13 sein Fahrzeug mit Totalschaden bergen lassen. Ihm folgte auf Rang 3 Ralf Lelgemann, der am Sonntag auf Rang 2 vorrückte.
In der Klasse 4 setzte sich am Samstag Marc Meyer auf seinem Suzuki Swift gegen Michael Spät und Sebastian Lockstet durch. Marc Meyer ging am Sonntag nicht mehr an den Start und so gab es an der Spitze den Zweikampf Lockstet / Späth, den Sebastian Lockstet am Ende mit einem Sieg beendete. In der für die Gruppe 1 gut besetzten Klasse 5 hatte der erfahrene Michael Störmann auf seinem Honda Integra alle Hände voll zu tun, um sich die Konkurenz vom Hals zu halten. Am Samstag kristallisierte sich ein Dreikampf zwischen Störmann, Sebastian Jung und Rainer Hoffmann heraus. Sebastian Jung hatte ich der letzten Zeit schon das eine oder andere Mal eine deutlich Duftmarke gesetzt. Unbeeindruckt vom der Erfahrenheit seiner Konkurrenten legte er am Samstag dann einen klasse Lauf hin und siegte auf seinem BMW 318is vor Michael Störmann und Rainer Hoffmann, ebenfalls auf 318is. Am Sonntag ging es dann ebenfalls hoch her. Diesmal drehte Michael Störmann den Spieß um und stellte die Hackordnung wieder her. Er gewann vor Christian Jung und Rainer Hoffmann.
In der Klasse 8 war trotz des Nichtstarts von Lokalmatador Wolfgang Bode voll besetzt, was in den letzen Jahren nur selten so deutlich war. Hans Beer lies hier an beiden Tagen erst gar keinen Zweifel an seinem Sieganspruch aufkommen. Überlegen gewann er auf seinem Bärenstarken 1150er VW Polo1 beide Rennen. Am Samstag mit mehr als 6 Sek. Vorsprung und am Sonntag dann noch mit deutlich mehr als 4 Sek. Im folgten am Samstag Michael Feyl auf dem kleinen biestigen Fiat Abarth 1000 BA und Jens Tuma auf Audi 50. Diese beiden tauschten am Sonntag dann ihre Plätze.
Die Klasse 9 verspricht ja von vornherein immer spannende Rennen. So auch an diesem Wochenende. Peter Maurer hetzte seinen Jägermeister-Polo mit der Startnummer 70 an beiden Tagen zu den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen zum Sieg. Am Samstag konnte Andreas Lehmeier, ebenfalls auf VW Polo, auf Platz 2 fahren. Allerdings kam er klar nicht an die Zeiten von Maurer heran. Im 2. Wertungslauf kam er von der Strecke ab und beschädigte sein Fahrzeug massiv. Dritter wurde Armin Schöne auf Audi 50. Er hatte beim letzten Bergwochenende in Tiefenbach erst seinen ersten Gesamtsieg am Berg feiern können. Schöne für nach dem Ausfall von Lehmeier dann am Sonntag auf Rang 2 gefolgt von Norbert Fricke auf dem schnellen Suzuki Swift GTI. Eine Marke setzte an beiden Tagen mit zwei 4. Plätzen Günter Diefenbach. Die Klasse 10, die lange Zeit sehr schwach besetzt war und nach dem Fehlen des mehrfachen Meisters Marco Nilius fast aufgelöst schien, erfährt derzeit einen Aufwind. Am Samstag fuhr Torsten Michel mit seinen klangvollen Golf einen perfekten Lauf nach oben und sicherte sich den Sieg vor Dietmar und Werner Langwieser auf ihrem bildschönen BMW 1602. Am Sonntag musste sich Torsten Michel dann unter wechselnden Witterungsbedingungen dem Neustarter Horst Schmidt auf seinem Ford Fiesta RSI geschlagen geben. Auf Platz 3 folgte Axel Milek auf einem VW Golf 1.
In der Klasse 11, die schon seit zwei Jahren einen solchen Zulauf verzeichnet, dass so manch eine Vorstartaufstellung Platzprobleme bekommt, sollte zum einen wieder der Kampf zwischen Chris de Vries auf dem Flügelmonster Ford Escort MK2 16V und Bernhard Bender auf dem Renault R 19 in den Vordergrund rücken. Aber immer mehr als ernsthafter Gegner auf eines Mathias Mohr tritt hier ein gewisser Frank Eickmeier auf einem Opel Kadett C Coupé 8V ins Rampenlicht. Am Samstag schoss Chris de Vries seine Rakete in einer Fabelzeit den Berg hinauf. Mehr als 3,5 Sekunden musste Bernhard Bender letztlich als Rückstand auf Platz 2 verbuchen. Frank Eickmeier kam auf Platz 3 mit einem Rückstand von nur 2,8 Zehntel Sekunden noch fast an Bender heran. Am Sonntag wendete sich dann das Blatt. Bernhard Bender setzte sich auf regennasser Piste klar durch und gewann den Lauf mit mehr als 2 Sekunden Vorsprung vor Frank Eickmeier und den Vortagssieger Chris de Vries, auf den er fast 3 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Bender und de Vries verzichteten bei den schlechten Wetterbedingungen sogar auf ihren 2. Wertungslauf.
Mit 28 bzw. 25 Startern war die Klasse 11 war die Klasse 11 an beiden Tagen die stärkste Klasse. Mit einem wechselnden Starterfeld ging die Klasse 12 am Samstag und Sonntag an den Start. Am Samstag setzte sich Raimund Pinzel auf seinem Opel Ascona 400 gegen Manuel Mühlhoff auf seinem BMW 325i und Phillip Leipold auf dem Mercedes Benz 190e Evo (er startete für die RSG Waldhessen) durch. Vorsprung für Pinzel: über 6 Sekunden.Am Sonntag fehlte Pinzel dann. Aber dafür kamen die Weimars auf ihrem Ford Escort RS Cosworth nach Waldhessen. “Leider” für den für unseren Verein startenden Phillip Leipold. Denn der musste sich mit nur 21 Hundertstel Jan Weimar geschlagen geben. Ihm folgte auf Platz drei mit einer sauberen Leistung Simone Weimar, ebenfalls auf Ford Escort RS Corsworth.
In der Klasse 14 konnte sich am Samstag Thomas Weissgerber auf seinem Opel Corsa 16V gegen die Konkurrenz durchsetzen. Er gewann vor Achim Nurnus auf Opel Kadett C Limo und Michael Müller auf VW Golf 1 16V. Am Sonntag setzte sich Achim Nurnus auf seiner Limo gegen Nino Minuth auf Opel Kadett C Coupé und Richard Bäumler auf Audi Quattro durch.
Last but noch least die HeckMo-Klassen. Hier stand, wie schon oft in der Vergangenheit das teaminterne Duell des Doppelstarter-Teams Thomas/Vielgut im Vordergrund. Hier dürfte wohl bis zum Saisonende offen bleiben, wer die Meisterschaft für sich verbuchen kann. Am Samstag setzte sich Joachim Thomas gegen seinen Teamkollegen und Fahrzeugmitstreiter Andreas Vielgut gefolgt von Carsten Daube durch. Alle drei auf NSU TT. Am Sonntag dann umgekehrte Vorzeichen. Vielgut gewann vor Thomas und Daube.
Die sportliche Gleichmäßigkeitsprüfung am Samstag gewann Oliver Endres auf BMW vor Rainer Hoffmann, ebenfalls BMW und Jens Tuma auf VW Polo. Zum Schluss des Berichtes möchte ich noch kurz auf einen wirklich unglaublichen Unfall eingehen, der sich im Anschluss an den Sonntagslauf auf der A7 ereignete. Hierbei wurde Erwin Würstle von der SFG Rauhe Alb mit seinem Gespann von einem Ferrari-Fahrer abgeschossen. Zum Glück wurde hierbei niemand ernsthaft verletzt. Würstle und sein kleiner Sohn kamen offenbar mit dem Schrecken davon. Es gibt eben leider Menschen, die die Autobahn mit dem Nürburgring verwechseln, so auch dieser Ferrari-Fahrer.
Hier zwei Fotos vom Unfall.
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Seit dem Tag der Gründung unseres Vereins liefen die Planungen für dieses Wochenende. Und nun war es soweit. Mit 75 Startern am Samstag und 65 Startern am Sonntag konnten wir durchaus zufrieden sein. Der Aufwärtstrend, der sich auf allen Strecken in diesem Jahr bemerkbar machte, schlug auch bei uns zu Buche. Leider, so muss man sagen, kam es wieder zu zahlreichen Unfällen, die jedoch alle ohne Personenschäden waren. Jedoch mussten gleich 3 Fahrzeuge mit Totalschaden und drei weitere mit z.T. schweren Beschädigungen geborgen werden. Trotz der zahlreichen Unterbrechungen konnte die Veranstaltung jedoch an beiden Tagen ohne große unnütze Verzögerungen durchgezogen werden. Viele Helfer unterstützen die RSG Waldhessen an beiden Veranstaltungstagen. Helfer, die überwiegend unbezahlt ihren Dienst versahen. All denen, die ihre Arbeitskraft in den Dienst der Sache “Am Stock” gestellt haben, möchten wir auf diesem Wege schon einmal herzlichst danken. Vor allem am Sonntag waren alle auf ein harte Probe gestellt worden, als Petrus die Schleusen öffnete und uns buchstäblich im Regen stehen ließ. Deshalb ein großes Kompliment an alle. Ein Dank auch an die zahlreichen Zuschauer, die den Weg an die Strecke gefunden haben, um den Piloten und Pilotinnen zuzusehen, wenn sie auf der Jagd nach guten Zeiten auf der Strecke alles gaben. Viele Dinge haben schon gut funktioniert, jedoch ist auch klar, dass in einem neu formierten Verein zunächst eine Struktur für ein solches Wochenende wachsen muss. So wissen wir jetzt schon, welche Dinge im Groben für das nächste Jahr geändert werden müssen. Von zahlreichen Fahrern und Fahrerinnen bekamen wir noch vor Ort ein Feedback zur Veranstaltung und vor allem zur Verlängerung der Strecke. Diese kam einhellig gut an und wurde als große Bereicherung für den STOCK angesehen.
Aber nun zum Renngeschehen:
In der Klasse 3 fanden sich an beiden Tagen vier Piloten ein. Klaus Rupp, der bis dato Führende in der Deutschen Meisterschaft, ließ bereits am Samstag keinen Zweifel daran, dass er auch an diesem Berg seine Serie der Siege fortsetzen will. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag überzeugte er durch Topleistungen. Mit jeweils deutlich über 3 Sekunden Vorsprung auf Sohn Tobias fuhr er in einer eigenen Liga. Martin Meyer auf dem VW Polo konnte die Zeiten der beiden Rupps nicht erreichen und belegte hinter Tobias Rupp am Samstag den 3. Rang gefolgt von Sven Albrecht auf dem VW Polo. Am Sonntag war bei Start der Klasse 3 die Strecke noch etwas feucht. Martin Meyer bremste die Zuschauerkurve im Training vermutlich etwas spät an und kam nach rechts von der Strecke ab. Das Auto hob aus und landete unmittelbar vor den Reifenstapeln auf dem Dach. Ihm passierte jedoch nichts. Das Auto war aber Totalschaden. Sven Albrecht erntete so den 3. Rang.
Weiter ging es an beiden Tagen dann mit der Klasse 5, in der am Samstag 12 und am Sonntag 11 Teilnehmer auf die Strecke gingen. Hier waren am Samstag gleich 4 Fahrer jeweils auf BMW 318is ganz vorne. Rainer Hoffmann konnte mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf Christian Jung die Klasse gewinnen. Am Samstag folgten auf den Rängen 3 und 4 Dirk Schindler und Stefan Jung. Für eine Schrecksekunde sorgte an diesem Tag Michael Störmann auf dem Opel Kadett GSI 16V. Er hatte die alte Startkurve suboptimal gefahren und knallte in die Leitplanke. Am Sonntag konnte er dann aber alle Wertungsläufe fahren und plazierte seinen Opel auf dem 3. Platz vor Klaus Gerlich auf einem BMW 318is.
Mittagszeit heißt immer HeckMo-Zeit. Leider waren am Samstag nur 4 Fahrer angereist. Und so war es ein einsames Rennen, in dem gleich zwei Fragen beantwortet werden sollten. Zum einen, ob die Oldies in Form der NSU dem Youngster Porsch 911 erneut das Wasser reichen konnten und zum anderen, ob der Lehrling den Meister schlagen kann. Es ist kaum zu glauben, dass ein NSU TT einem ausgewachsenen Porsche 911 schlagen kann, aber er kann. Das hatten sowohl Joachim Thomas als auch sein “Lehrling” Andreas Vielgut bereits bewiesen. Wie knapp das ausgehen kann, zeigte sich dann am Samstag. Joachim Thomas gewann mit 0,54 Sekunden Vorsprung vor Andreas Vielgut und der wiederum kam nur ganze 0,20 Sekunden vor Thomas Bartenbach auf dem Porsche 911 ins Ziel. Hans Morweiser folgte dann auf dem 4. Rang. Jedoch konnte er von den Zeiten her nicht mithalten. Am Sonntag wurde dann auch die zweite Frage beantwortet. Yes he can!!! Andreas Vielgut zeigte wenig Respekt vor seinem “alten Herrn und Meister” Joachim Thomas. Bei einsetzendem Regen hatten beide ihre Bestzeiten im 1. Wertungslauf gefahren. Andreas Vielgut gewann mit einer Zeit von 1:36.94 mit knapp 3 Zehntel Sek. vor Joachim Thomas und Frank Keineberg (NSU TT), Thomas Bartenbach (Porsche 911) und Hans Morweiser (NSU TT). Für einen Schreck sorgte in dieser Klasse am Sonntag Gerhard Koresch. Er hatte im 1. Wertungslauf unmittelbar nach dem Start in Kurve 2 die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Mit viel Glück im Unglück kam Koresch leicht geschockt aber unverletzt aus seinem schwerst beschädigten NSU TT heraus. Nach seinen Angaben ging ihm bei der Einfahrt in Kurve 2 plötzlich das Heck quer. Nach einer Gegenlenkbewegung brach das Fahrzeug dann jedoch in Richtung Wald nach links aus und kam erst an einem Baum zum Stillstand. Nach Duscher und Meyer leider der dritte Totalschaden.
In der Klasse 7 fanden sich am Samstag 6 Teilnehmer ein. Hier war von vorn herein klar, dass der Sieg nach den überragenden Leistungen der letzten Rennen nur über Hans Beer auf dem VW Polo zu erringen war. Hans flog wieder tief und konnte so überragende Zeiten einfahren, die ihn selbst in der Klasse 9 weit nach vorne gespült hätten. Sieg an beiden Tagen für ihn jeweils gefolgt von Michael Feyl auf dem Fiat Abbarth 1000BA. Wolfgang Bode konnte am Samstag noch bis auf weniger als zwei Zehntel an Michael Feyl heranfahren, musste aber am Sonntag auf Grund Personalmangel in der Organisation auf einen Start verzichten. Jens Tuma auf dem bildschön aufgebauten VW Polo konnte als Neuling am Samstag auf Platz 4 und am Sonntag auf Platz 3 fahren. Max und Michael Männl mussten vermutlich mit technischen Problemen am Samstag aufgeben und traten am Sonntag nicht mehr an.
Vergleicht man die Starterzahlen der Klasse 9 von diesem Wochenende mit den Rennläufen vorher, so muss man leider von schwach besetzt reden. Dies allerdings nur in Sachen Quantität jedoch keinesfalls in Hinsicht auf die Qualität der Teilnehmer. Zwei Protagonisten und obendrein gute Freunde hatten in diesem Jahr schon für allerlei Wirbel im besten Sinne gesorgt. Peter Maurer, der die Läufe 3,4 und 5 bereits für sich verbuchen konnte und Frank Duscher, der die Läufe 1 und 2 gewann. In Tiefenbach schafften es die Beiden sogar, samstags identische Laufzeiten auf den Asphalt zu zaubern. Hier entschied dann der nur knapp bessere zweite Wertungslauf für Peter Maurer. Als fairer Sportsmann hätte er den Samstagssieg in Tiefenbach am liebsten mit Frank Duscher geteilt. Am Samstag sollte dieser auf Spitz und Knopf ausgetragene Kampf dann leider üble Blüten tragen. Der Kampf entbrannte, wie gewohnt, schon im Training. Frank legte die bis dahin schnellste Zeit des Tages hin. Peter legte nach. Ebenso im 1. Wertungslauf. Frank behielt die Nase vorn. Dann begann es leicht zu nieseln und es war eigentlich klar, dass Franks Bestzeit aus dem 1. Lauf nicht zu toppen war. Trotzdem riskierte Duscher erneut alles. Bei Posten 17 war dann aber schlagartig Ende der Fahrt. In der Doppel-Links kam er, wie auch schon im 1. Lauf, leicht nach rechts auf die Grasnabe, konnte das Fahrzeug diesmal aber nicht mehr abfangen. Er schlug mit der Front gegen einen Wasserdurchlass und überschlug sich. Zum Glück konnte er unverletzt aus dem Auto steigen. Selbiges war jedoch schrottreif. Die Zelle hatte gehalten. Trotz diese Debakels gewann er die Klasse 9 mit der Laufbestzeit aus Lauf 1 gefolgt von Peter Maurer, Norbert Fricke (auf Suzuki Swift), Thomas Klar (Toyota Starlet Evo) und Christian Teigelkamp auf VW Polo. Einen weiteren folgenschweren Ausruschter verzeichnete am Samstag Günter Diefenbach auf dem VW Polo 16V. Ihm ging ebenfalls die Streck aus und musste im Bereich der Gasse bei Posten 11 seinen Polo mit einer angeschlagenen Felge vorne rechts stehen lassen. Nach dem Aus für Frank Duscher fuhr Peter Maurer am Sonntag in Sachen Zeiten in der Klasse in einer eigenen Liga. Mit fast 4 Sekunden Vorsprung gewann er souverän die Klasse vor Norbert Fricke und Christian Teigelkamp, gefolgt von Thomas Klar und Günter Diefenbach (beide auf Toyota Startlet EVO). Sie im Laufe des Tages wechselnden Wetterbedingungen bescherten Peter Maurer mit seiner Sonntagszeit dann auch den Gesamtsieg.
Die ebenfalls schwach besetzte Klasse 10 brachte zwei Sieger hervor. Am Samstag erzielte Torsten Michel vom MSC Idarwald auf dem VW Golf 1 eine überlegene Bestzeit. Gleich 5 Sekunden trennten ihn vom zweitplazierten Dietmar Langwieser und Werner Langwieser auf dem bildschönen BMW 1602. Am Sonntag sollte es dann anders laufen. Torsten Michel konnte auf Grund technischer Probleme keinen Wertungslauf fahren und so kam Dietmar Langwieser auf Platz 1 vor Werner Langwieser.
Starterzahlen, wie in der Klasse 11, hat der “Stock” seit langem nicht mehr gesehen. 22 gingen am Samstag auf die Strecke, am Sonntag waren es dann immer noch 19. Doch von vorne. Am Samstag waren die Messer gewetzt zwischen den beiden Hauptkonkurrenten Bernhard Bender, dem Führenden in der Deutschen Meisterschaft und Chris de Vries, der zum ersten Mal seit einem Jahr wieder am Berg war. Er hatte jedoch nicht in der Meisterschaft genannt. Aber da war noch ein gewisser Jens Weber, der vom Gruppe H Berg-Cup kommend, auf meinen Wunsch hin endlich einmal den Weg nach Niederthalhausen gefunden hatte. Schön auch, dass fast alle in der Deutschen Meisterschaft eingeschriebenen Fahrer und Fahrerinnen an den Start gingen. Chris de Vries konnte am Samstag bereits im Trainingslauf eine Topzeit fahren, obwohl er mit neuem Motor antrat und seit einem Jahr nicht mehr gefahren war. Bernhard Bender stand in Lauf 1 der Zeit von de Vries jedoch kaum nach. Jens Weber auf dem Opel Kadett C 16V verlor hingegen bereits 2 Sek. auf Bender gefolgt von Michele Carotenuto (Kadett C 8V)und Mathias Mohr VW Polo Turbo). Ein deutlicher Zeitenunterschied konnte dann zu den weiteren 8V-Fahrern verzeichnet werden. An diesem Berg macht sich mangelnde Leistung sofort erheblich bemerkbar. So fand sich Andreas Haas bei seinem ersten Einsatz am “Stock” auf Platz 6 vor Jens Sieben, Thomas Meyer und Andreas Klaas (alle Kadett C) wieder. Im 2. Wertungslauf kam dann das technische Aus für Bernhard Bender (Antriebswellenschaden) und für Jens Weber (Hinterachsschaden). Chris de Vries gewann nicht nur die Klasse sondern auch die Gesamtwertung mit einer nochmal um fast 2 Sekunden verbesserten Laufzeit und somit dem ersten bestehenden Streckenrekord von 1:22.62 Minuten. Im Mittelfeld war der Kampf um die Plätze 10 bis 22 entbrannt. So fuhren Fabian Dix (VW Golf), Willi Sieben (Kadett C), Ulrike Bender (VW Polo) und Michael Müller (VW Golf) im 1. Wertungslauf nahezu gleiche Zeiten. Einzig Michael Müller konnte seine Zeit im 2. Wertungslauf nicht mehr verbessern und fand sich schließlich auf Platz 16, nur knapp vor Lutz Flügge, wieder. Volker Morweiser, Sabrina Morweiser und Hardy Autenrieth, die weiteren eingeschriebenen Fahrer und Fahrerin der Klasse 11 belegten die Plätze 18, 20 und 22. Am Sonntag meinte es Petrus dann gar nicht mehr gut mit der Klasse 11. Regenchaos. Der bereits in der Klasse 9 leicht einsetzende Regen hatte nun alle Hemmungen abgelegt und flutete die Strecke. Der Sportkommissar entschied: WET-Race! 20 Minuten Unterbrechung zum Wechseln auf Regenreifen. Für alle Fahrer war dies nun schon eine Herausforderung, die Autos auf der Strecke zu halten. So manch einer war ständig am Scheibe wischen - von innen. Denn die meisten Fahrzeuge habe keine oder nur einen sehr kleine Belüftung der Frontscheibe. So musste als erster nach dem Trainingslauf Bernhard Bender die Segel streichen. Die Nässe innen und außen ließ keinen Start mehr zu. Chris de Vries hatte in der Eile seine Radmuttern für die Regenreifen-Felgen vergessen einzupacken und musste unverrichteter Dinge aufladen. Die Stunde derer war nun gekommen, die zum einen bei solchen Bedingungen gerne fahren und sich selbst zum anderen unter normalen Bedingungen nicht vorne sehen würden. Gleich 4 Kadett C Coupe-Fahrer zeigten ihr ganzes Können auf richtig nasser Strecke. Allen voran Thomas Meyer, der vor einem Jahr zum ersten Mal überhaupt am “Stock” war und schon da völlig begeistert von der Strecke war. Er fuhr fast 2 Sekunden schneller als Jens Sieben. Knapp dahinter dann Andreas Klaas und Andreas Haas. Auf Platz 5 folgte Fabian Dix vor Sebastian Baldauf und Michael “Mila” Müller. Eine Glanzvorstellung gaben unter diesen Bedingungen jedoch die beiden Morweisers auf Platz 8 und 9. Da beim Regen die Leistung der Fahrzeuge nicht ausgespielt werden kann, kamen sie zum Zug. Und das mit nur einem gefahrenen Wertungslauf. Bravo.
In der Klasse 12 war Jan Weimar an beiden Tagen nicht zu schlagen. Fairer Weise muss man aber auch sagen, dass außer seiner Frau Simone, die auf dem selben Fahrzeug startet, kein weiteres Fahrzeug technisch auch nur annähernd an den Ford Escort Corsworth von Weimars herankommt. Aber das soll die Leistung von Jan in keiner Weise trüben. Denn mit einer Zeit von 1:24.30min. konnte Jan am Samstag im Gesamtklassement ganz weit nach vorne fahren. Ihm folgte an beiden Tagen Phillip Leipold auf dem bildschönen MB 190 EVO 2. Simone Weimar konnte zwar am Samstag nicht ins Geschehen eingreifen und kam hinter Frank Abele auf dem tollen Opel Monza auf Platz 4. Am Sonntag sollte das aber zunächst anders aussehen. Im 1. Wertungslauf fuhr sie klar auf Platz 2, wurde dann aber im 2. Wertungslauf noch knapp von Phillip Leipold abgefangen. Und das alles auf regennasser Piste. Leider erwischte es am Nachmittag dann noch Frank Abele auf dem frisch aufgebauten Opel Monza. Das Kraftpaket wollte ausgangs der Zuschauerkurve nicht ganz so, wie der Fahrer und stieß linksseits in die Leitplanke. Das Fahrzeug wurde leider stark beschädigt, aber auch hier blieb der Fahrer heil.
Zum guten Schluss die Klasse 14. Hier war nicht nur Michael Preis mit seinem bärenstarken BMW angereist, sondern auch Christian Reuter, den viele vom Gruppe H Berg-Cup bzw. der dort gefahrenen Klasse FS/E1 kennen. Er pilotiert einen BMW M3 DTM mit M5-Triebwerk, das ja auch in ähnlicher Form Michael Preis in seinem Fahrzeug eingebaut hat. Am Samstag zeigte Christian Reuter sein Können und fuhr in der Endabrechnung eine Zeit von 1:24.46 und war somit fast 5 Sekunden schneller als Michael Preis auf Platz 2. Auf Platz 3 kam Peter Damianic auf VW Golf vor Thomas Weisgerber vom Chaosteam NLW auf dem neu aufgebauten Opel Corsa 16V, Jörg Ackermann auf Kadett C und Ronnie Suhr auf dem scheinbar auch neu aufgebauten VW Golf. Am Sonntag trat Christian Reuter dann nicht mehr an. Michael Preis hatte bei den widrigen Wetterbedingungen alle Hände voll zu tun, um seinen Monster-BMW auf der Streck zu halten. Mit nur 6 Zehntel Vorsprung gewann er die Klasse vor Thomas Weisgerber, der nach dem ersten Lauf noch mit 2 Sekunden geführt hatte, Mathias Mohr, Ronnie Suhr und Jörg Ackermann.
Die RSG Waldhessen möchte sich hier noch einmal bei ALLEN Helfern und Helferinnen ausdrücklich für Euren Einsatz bedanken. Bei den Fahrern und den Teams möchten wir uns für die Teilnahme bedanken und hoffen, dass Ihr auch im nächsten Jahr wieder kommt zum
31. und 32. Bergslalom “Am Stock”
Bis dahin und viel Erfolg noch in der weiteren Saison!!!
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